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Vom Wolf zum Hund |
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Wie der Wolf zum Mensch kam Vor 15000 Jahren - in der Steinzeit - lebten Menschen und Wölfe nahe beieinander. Die Menschen zogen mit primitiven Waffen zur Jagd oder fingen das Wild in Fallen. Die Wölfe folgten den Jägern auf ihren Beutezügen, denn die Überreste und Abfälle, die bei der Jagd und bei den Mahlzeiten anfielen, waren für sie eine bequeme Nahrungsquelle. Die Menschen ihrerseits erkannten wie nützlich ihnen die schnellen kräftigen Wölfe mit ihren scharfen Sinnen- Nase und Gehör- sein können. Es gelang ihnen, junge Wölfe aufzuziehen und die Rolle des Leitwolfs zu übernehmen. Sie setzten sie auf der Jagd ein und hielten sie als Wachtiere in ihren Siedlungen. Wolf, Kojote, Schakal und auch den Fuchs zählt der Zoologe zur Familie der hundeartigen Raubtiere. Aber allein der Wolf ist Stammvater unserer Haushunde. Stammvater aller Haushunde Aus verschiedenen Merkmalen: Bau des Schädels, Anordnung der Zähne, Zusammensetzung des Blutes, den Besonderheiten der Fortpflanzung sowie dem Verhalten in der Gemeinschaft, erkannte man, dass allein der Wolf -und nicht etwa der Schakal oder Kojote Stammvater des Haushundes ist. Nun gibt es aber heute über 300 Hunderassen mit unterschiedlichstem Aussehen. Vergleiche einmal den Bernhardiner mit dem winzigen Chihuahua ! Wie können zwei so verschiedene Wesen dieselben Vorfahren haben ? Kurze Beine oder eingedrückte Nasen, je nach Wunsch In der freien Natur überleben nur die stärksten Tiere. Die Stärksten und geeignetsten Tiere sind diejenigen, welche sich am besten an die Umwelt anpassen und zwar in Größe, Form, Farbe und Verhalten. In der Arktis z.B. hat ein hellgefärbter Wolf mehr Chancen zu überleben. Er kann diese günstige Färbung auch an seine Nachkommen weitervererben. In warmen und baumreichen Gegenden haben sich jedoch Wölfe mit kürzerem und dunklerem Pelz durchgesetzt. In der freien Natur entwickeln sich aber Merkmale, die dem Tier schädlich sind. Kurze Beine, ein besonders großer Kopf oder stark verkürzte Kiefer machen einen Wolf nicht besonders lebenstüchtig. Solche Tiere erreichen in freier Wildbahn kein hohes Alter. Sie sterben, bevor sie sich vermehrt und ihre Eigenschaften weitergegeben haben. Unter dem Schutz des Menschen können diese Merkmale jedoch an Nachkommen vererbt werden. Sie bilden die Grundlage für eine neue Rasse und verstärken sich von Generation zu Generation. So entstanden je nach Wunsch und Bedarf des Menschen die verschiedenen Gestalten und Verunstaltungen des Haushundes. Hunde helfen Menschen Es gibt kein Tier, dass sich dem Menschen so eng angeschlossen hat wie der Hund. Die Freundschaft zwischen Mensch und Hund hat sich durch Tausende von Jahren bewährt und gefestigt. Viele Hunde sind aber noch mehr als anhängliche Gefährten .Dank ihrer Gelehrigkeit können sie für verschiedene Aufgaben und Hilfeleistungen herangezogen werden. ....im Hof und auf der Weide Die ersten Hirtenhunde, die der Mensch von Wölfen gezüchtet hat, wiesen Ähnlichkeiten mit dem Deutschen Schäferhund auf. Hirtenhunde arbeiten einzeln und zu zweit. Sie umrunden die Herde und halten die Tiere zusammen, treiben sie in Gatter und sondern auf Befehl einzelne Tiere von der Herde ab. Sie spüren verlorene Einzelgänger auf und führen sie zur Herde und zum Hirten zurück. Der Hofhund hat laut zu bellen und seinen Herrn zu alarmieren,wenn sich ein Fremder dem Hof nährt. Beißen wird er nur im Notfall. Sehr viele gute Hofhunde sind Zufallskreuzungen, gehören also keiner Rasse an. Die meisten haben eine große Portion Sennenhund in sich. Bekannte Sennenhund sind der Rottweiler, der Appenzeller und der Berner Sennenhund. ....auf der Jagd Die Jagd hat heute nicht mehr die gleiche Bedeutung wie im vergangenen Jahrhundert. Sie ist aber immer noch notwendig. Das Wild in unseren Gegenden hat keine natürlichen Feinde mehr, also müssen kranke, schwache und überzählige Tiere vom Jäger getötet werden. Verschiedene Hunderassen z.B.Labrador, Dackel sind spezialisiert auf das Aufspüren und Apportieren des Wildes. Die berittene Jagd mit großen Hundemeuten ist eher als sportliches Reitspiel zu betrachten. ....in Eis und Schnee Die Menschen im hohen Norden sind auf die zähen Schlittenhunde angewiesen. Moderne Schneefahrzeuge werden dieses nie ganz ersetzen können. Tagaus ,tagein leben die Schlittenhunde im Freien, trotz fürchterlichen Stürmen, lassen sich einschneien und schleppen schwerbeladene Schlitten Hunderte von Kilometern weit durch die Einöde. Am bekanntesten sind die Huskies. Sie sind von allen Hunderassen am nächsten mit den Wölfen verwandt. Indem sie immer wieder mit Wölfen gepaart wurden brachten sie besonders kräftige Nachkommen hervor. ....in der nacht der Blindheit Die Beziehung zwischen Mensch und Tier erreichen beim Blindenhund und seinem Besitzer den Höhepunkt. Es ist unglaublich, was ein ausgebildeter Blindenhund alles kann. Er zeigt Stufen, Sitzplätze, Türen, Fußgängerstreifen, das Grün der Verkehrsampel an. Er erkennt Strassenbahnhaltestellen, weiß wo und wie man umsteigen muss. Er kann eine fast beliebige Zahl von Zielen ausfindig machen. Sein Besitzer braucht ihm nur ein Stichwort anzugeben und der Hund führt ihn sicher zum gewünschten Ziel. ....als verständiger Haushund Kinder lieben den Hund als fröhlichen , gutmütigen Spielgefährten; Alleinstehende Menschen halten ihn als anhänglichen, treuen Hausgenossen. Oft dient er auch als Dekoration und modisches Anhängsel. Z.b. Chihuahua. Bei der Züchtung neuer Rassen hat der Mensch oftmals den Sinn für das Natürliche und die Achtung vor dem Leben verloren. Mode und Geschäft standen im Vordergrund. Aus sogenannten Überzüchtungen gehen nervöse, geschwächte zu allerlei Leiden verurteilte Tiere hervor. Man sagt, der Hund sei der beste Freund des Menschen. Es wäre schön, wenn am auch sagen könnte, der Mensch sei der beste Freund des Hundes. ...bei Katastrophen Im Einsatz auf einem Lawinenfeld ist der Hund nach wie vor der wichtigste Helfer. Um ein verschüttetes Gebiet von einen Hektar (grob) abzusuchen, benötigt eine mit Sondierstange ausgerüstete Mannschaft 4 Stunden. Der Lawinenhund mit seiner Spürnase schafft das in 30 Minuten. Auch bei anderen Katastrophen , bei Erdbeben zum Beispiel, setzt man mit Erfolg Suchhunde ein. Im Lärm und Staub von Schweißbrennern und Raupenfahrzeugen suchen sie unbeirrt die Trümmer nach Überlebenden ab.
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